Kalender 2008 Von der Struktur zur Form Die neuen Bilder von Peter Lindenberg ziehen einen weiten Bogen durch die „Natur“: Dann ergeben sich aus der Malstruktur oder den Rapsfeldern und Gärten, schneckenartige Formen oder Reste organischen Lebens, wie Raupenkokons oder Knospen. Das fruchtbare Land ist nicht nur mit Fernsicht zu erleben, die Formen sind nahe, übergroß an den Betrachter herangerückt. Diese pflanzen- und tierartigen Formen scheinen untereinander zu kommunizieren. Tatsächlich zitieren diese Formen aus Bildern von Peter Lindenberg aus dem Jahr 1993, Katalog „Fruchtkörper“, in denen sich fleischfressende Pflanzen in Verbindung mit Architektur Schlachten liefern, die an Paolo Uccello (1456) oder die Kreuzabnahme von Rosso Fiorentino (1521) erinnern, frühbarocke Kompositionen. Mit diesen pflanzen- und tierartigen Formen und den weiten Landschaften, die ebenfalls künstlich sind, spannt Peter Lindenberg auch einen Bogen innerhalb seines Werkes.
Eine kurze Einführung in das Werk 2007 1. Teil Die Bilder von Peter Lindenberg werden von Wasserpflanzen wie Schilf, einer angedeuteten Architektur, wie alte Stege oder Hafenanlagen, so wie weiten Horizonten oder dichten Pflanzenbewuchs bevölkert. Es mischt sich bekanntes mit unbekanntem. Alle Bilder haben etwas mit Wasser zu tun. Beide Ansätze beinhalten menschliche Ereignisse in verwandelter Form, deren Themen zu malen dem Maler oft überraschendes bietet, da er diese nie plant. Auf der anderen Seite steht der Betrachter, der die Themen entschlüsseln kann, ohne sicher zu sein ob er mit seiner Deutung wirklich richtig liegt (schwankender Steg)
2.Teil Grüne Wiesen, Acker, Bäume und andere Pflanzen bevölkern die Bilder von Peter Lindenberg.
^^ Daphne und Apoll Die Verwandlung Daphnes in der Griechischen Mythologie, wird in der Kunst sehr oft dargestellt. Die schöne Daphne die sich des Drängens des Griechischen Gottes Apoll nicht anders entziehen konnte, als sich in einen Lorbeerbaum zu verwandeln, wird klassischerweise als halb Akt, halb Baum dargestellt. Die vorliegenden Bilder zeigen eine Welt des Verwandelns auf mehreren Ebenen mal gegenständlich, figürlich, mal abstrakt verwandeln sich die Formen und Bildebenen immer im Verhältnis zu einander. Anspielungen auf menschliche Verhältnisse können so mal deutlicher, mal diffus angedeutet werden. Malerei ist für diesen Ansatz ein vorzügliches Mittel, da Farbe als Material ebenso wandelbar ist: mal Flüssig, mal Pastos, mal kalt, mal warm changiert Farbe immer zwischen Raum und Fläche. Maximilian Richard
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